Kurzbeschreibung zum Installieren von Programmen und Paketen unter Linux
Vortrag von Wolfram am 6. November 2001
Die meisten Programme sind auf den CDs der SuSE-Distributionen vorhanden und können relativ leicht und zuverlässig mit YaST oder YaST2 installiert werden. Dabei ist unbedingt auf Abhängigkeiten unter den Paketen zu achten.
Es lohnt auf jeden Fall, einmal alle Pakete in YaST durchzuschauen, da bei der Distribution wirklich sehr viele Programme dabei sind.
YaST und YaST2 benützen zum Installieren die RPM-Datenbank (RPM= ReadHead Paket Manager), eine DB, in der alle Pakete, Programme, Libraries... eingetragen sind und die gewährleistet, dass alle Programme irgendwie zueinander passen. Will man z.B. ein Programm löschen, so wird in der DB nachgeschaut, ob das Programm noch von irgendeinem anderen Programm benötigt wird und das Löschen nur dann erlaubt, wenn dies nicht der Fall ist. Genauso wird beim Installieren überprüft, ob auch wirklich alle benötigten Teile vorhanden sind.
Sollte ein Programmpaket nicht in der SuSE Distribution vorhanden sein, so kann meistens auch ein rpm-Paket vom Internet runtergeladen werden. In diesem Fall muss dieses Paket manuell in die RPM-Datenbank eingegeben werden. Erläuterungen hierzu im SuSE-Handbuch. Die Verwendung von RPM-Paketen hat immer den Vorteil, dass Abhängigkeiten zwischen Programmen automatisch aufgelöst werden bzw. zumindest vor Problemen gewarnt wird.
Eine weitere Möglichkeit, Programme zu installieren besteht darin, Linux Binaries vom Internet herunterzuladen. Hierbei besteht die Schwierigkeit, dass man kaum Möglichkeiten hat, eventuell auftretende Probleme zu lösen.
Viel besser ist es in diesem Fall, Sourcecode runterzuladen und selber zu compilieren. Lädt man Programme bzw. Pakete herunter, kommen diese meistens in einem gepackten Format als xxx.tar.gz File. Diese können mit "tar xvfz xxx.tar.gz" entpackt werden (Hinweise zur Verwendung des Programms tar unter: "man tar", im SuSE-Handbuch oder sonstiger Linux Dokumentation). Danach hat man ein Verzeichnis in dem alle benötigten Sourcefiles vorhanden sind. Meistens gibt es auch ein Textfile mit dem Namen "INSTALL" oder README, aus dem hervorgeht, wie das Programm compiliert und installiert wird. Oft startet man den Vorgang des Installierens mit "./configure" danach compliert man mit "make" und schliesst dann mit "make install".
Wenn alles gut geht hat man dann ein ausführbares Programm im richtigen Verzeichnis, falls es Probleme gibt (z.B. durch fehlende libraries etc), so warnt der Compiler oder der Linker davor. In diesem Fall muss man genau schauen, wo der Fehler liegt und was zu machen ist. Genau zu prüfen ist das richtige Setzen von Benutzerrechten. Oft helfen hier auch einschlägige Mailing-Listen oder die Homepage von der das Programm geladen wurde.
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